1. Dekonstruktion
2. Liberation
3. So blau
4. Die Kälte
5. Kothurnen
6. Le Precipice
7. Gedanken fliegen
8. Nicht gestellte Fragen
9. September
10. Perlentaucher
11. Versteckt

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Wahrnehmung ist ein Überlebenstool!
Menschen und Stimmungen lesen und sich selbst verstehen zu können, ist mehr als eine Kunst.
Es ist eine Möglichkeit, mit der Inspiration gewaltiger und sensibler Ladungen an Emotionalität, Liebe und Verständnis zu generieren.
Der Mensch in diesem Spannungsverhältnis ist Thema unseres Abends:

Die Schatten ziehen vorüber.

Wir wollen Sie vorbeiziehen lassen und mit der Freude an Authentizität gelingt das immer wieder!

Eine Gemeinschaftsveranstaltung von Lyneste(http://lyneste.de/) und Johannes Dees im Café am Milchberg am 13.Januar 2018, 19.30 Uhr.

 

Hätte so gern etwas für Dich geschrieben,
doch bei dem Wunsch ist es geblieben.
Ohne Dich fühle ich mich so leer
und da ists´ halt so schwer
die richtigen Worte zu finden.
Die Gedanken wollen nicht zünden.
Weil der Funke ausbleibt.
So eine Frechheit!
Und das muss mir passieren.
Will Dich nicht verlieren,
nicht abschmieren –
was ohne Dich passieren könnte.
Lange Zeit war ich der Verwöhnte.
Verwöhnt von Deinem bezaubernden Wesen.
Du kannst mich lesen.
Bin für Dich wie ein offenes Buch.
Es ist wie ein Fluch:
Für Dich ein Bestseller, literarisches Meisterwerk,
Hochkultur –
dumm ist nur:
Außer Dir will das keiner schmökern.
Ohne Dich lässt es sich nicht verhökern.
Ich brauch Dich an meiner Seite.
Du bist so eine Gescheite.
Mit Dir kann es keine aufnehmen.
Drum ist mein innigstes Sehnen:
Die langen Gespräche mit Dir,
wofür
Du Dir immer die Zeit genommen hast.
Die Zeit: Rast, oder steht sie still?
Ich weiß es nicht so genau!
Was ich weiß:
Du bist die Frau,
die ich nicht verlieren will.
Mit Dir zu leben ist mein Ziel.
Will nicht in die Einsamkeit fallen.
Ohne Dich,
ohne die liebste von Allen!

JCD

Lass ich meine Gedanken fliegen,
Gedanken fliegen,
schmiegen
sich die Worte aneinander.
Wander
ich in Gedanken ins Blaue,
baue
ich mir so manches Luftschloss;
von riesen groß
bis klitzeklein.
Sitzt du dort ein.
Ich will dich befreien,
bist du auch gar nicht eingesperrt.
Das klingt ein bisschen verirrt.
Bin aber nicht verwirrt.
Mir geht es eben gut
und hab den Mut
dazu zu stehen.
Schließ ich die Augen, muss ich immer dich sehen,
ein zuckersüßer Zwang,
zuckersüßer Zwang.
Hab ihn schon so lang.
Möchte Ihn nie abstreifen.
Nicht an dir zweifeln.
Glaube an deine Aufrichtigkeit;
geht sie so weit,
soweit ich mich treiben lass.
Ist Sie wie ein Fass
ohne Boden.
Der Gedanke an dich glättet alle Wogen,
die sich auftürmen wollen.
Will dich zu mir holen.
Um für immer an deiner Seite zu verweilen.
Ich lauf endlos Meilen
nur um bis zu dir zu kommen.
Hab so manchen Berg erklommen
für den Blick in die Weite,
in die Weite.
An meiner Seite
ist für immer Platz für dich.
Ich liebe Dich!

J.C.D.

Ich verplemper
so viel Zeit im September
Im September verplemper
ich so viel Zeit

Bin ein Kind des September,
warum ich soviel Zeit verplemper.
Lauf durch den Herbstregen,
als würde es dafür was Anderes geben,
als nasse Haare und nasse Klamotten!
Der Grund ist, es ist nicht verboten
und öffnet bei mir so manchen Knoten
auf den Nervenbahnen.
Und so kann man erahnen:
Ich brauch den Regen so dringend wie ein Kaktus in der Wüste,
dem so mancher Tau das Leben versüßte.
Sehne mich nach einer Regenwand.
Schau über den Tellerrand.
Fange zu begreifen an.
Bin ein Mann
und keine Memme
wenn ich auch manchmal Flenne.
Erkenne
eben nur sehr wage
den Sinn von Sonne am Tage.
Will im Regen stehen,
den ich so ersehn´
wegen der Tropfen auf die Stirn.
Die kühlen mein Hirn.
Läuft es heiß,
so dass ich weiß:
Mir ist mehr nach Herbstwetter.
Das ist kein sinnloses Gezeter,
sondern die Wahrheit, die aus mir spricht.
Das passt zu meinem bleichen Gesicht.
Von wegen: Vornehme Blässe!
Liebe den Regen und dabei im Kopfhörer tiefe Bässe.
Musik aus meinem Archiv.
Als Wetterlage ein schönes Tief.

Ich verplemper
so viel Zeit im September.
Im September verplemper
ich so viel Zeit.

Das Geschwätz über das Sternzeichen der Waage
ist für mich wie eine Plage.
Glaub lieber an meine genetische Disposition.
Bin aber kein Klon,
sondern Cocktail meiner Eltern,
ein Individuum mit außergewöhnlicher Veranlagung,
die das Leben erschwert.
Man fühlt sich weniger Wert.
Daher komm´ ich manchmal auf den Felgen daher.
Dabei fällts mir nicht schwer,
den Kurs zu halten.
Mein Hirnkrampf verwalten
fällt mir leicht,
wenn mich der Regen aufweicht.
So werden meine Nerven massiert.
Bin eben versiert
genug, um zu wissen:
Läufts für mich beschissen,
brauch ich Musik und schlechtes Wetter.
Finden manche sowas auch bitter.
Steh auf ein schönes Gewitter.
Schönes Wetter ist gut auszuhalten,
um die Fäuste zu entspannen, die geballten,
brauch ich aber Spaziergänge im Regen.
Nur so kann ich überleben
die tägliche Horrorsituation.
Arbeiten mit abgeschaltetem Hirn.
Meine Talente liegen brach.
Das empfinde ich als Schmach.
Macht mich schwach,
die Musik hält mich aber wach,
lässt mich solch eine Situation aushalten
in der Fabrikhalle der kalten.

Ich verplemper
so viel Zeit im September.
Im September verplemper
ich so viel Zeit.

J.C.D